EINE STADT SIEHT EINEN FILM 2020

KURZ UND SCHMERZLOS

SONNTAG, 22. MÄRZ IN HAMBURG

KURZ UND SCHMERZLOS

D 1998, Fatih Akin, 100 min.

Mit Adam Bousdoukos, Mehmet Kurtulus, Aleksandar Jovanovic, Idil Üner, Regula Grauwiller, Ralph Herforth, Oscar Ortega Sanchez, Marc Hosemann, Kamera: Frank Barbian, Originalmusik: Ulrich Kodjo Wendt, Casting: Sophie Molitoris, Schnitt: Andrew Bird, Srcipt/Continuity: Lucy Fricke, Produktion: Wüste Film, Verleih: Warner

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Mit KURZ UND SCHMERZLOS bringen wir in diesem Jahr Fatih Akins Langfilmdebüt zurück auf die Leinwand. Mehrere Jahre lang war der Film nirgends mehr sichtbar - weder im Kino noch im Home-Videobereich - nun feiert dieser wuchtige Kiez-Gangster-Film made in Hamburg-Altona in digitalisierter und restaurierter Form seine Wiederaufführung auf 16 Hamburger Leinwänden.

 

Die Screenings werden begleitet von Publikumsgesprächen mit dem Filmteam, Fotoausstellungen zum Film und einer Drehorttour in Altona mit Fatih Akin.

 

Mit dabei sind bisher 15 Mitwirkende der damaligen Filmcrew, darunter die drei Hauptdarsteller Adam Bousdoukos, Mehmet Kurtulus, Aleksandar Jovanovic sowie die SchauspielerInnen Idil Üner, Regula Grauwiller, Ralph Herforth, Oscar Ortega Sanchez. Außerdem Kameramann Frank Barbian, Komponist der Originalmusik Ulrich Kodjo Wendt, Casting-Direktorin Sophie Molitoris, Kampfchoreograf Emanuel Bettencourt und die Produzenten Ralph Schwingel und Stefan Schubert sowie Lucy Fricke, damals verantwortlich für Script und Continuity, heute Schriftstellerin und Programmleiterin der Ham.Lit.

 

Die Kino-Vorführungen finden von 12-20 Uhr am 22. März 2020 in den teilnehmenden Kinos statt.

 

Eine Stadt sieht einen Film ist eine gemeinsame Veranstaltung der Hamburger Arthouse-, Programm- und Offkinos.

 

Alle Infos zu den Screenings, zu den Gästen und zum Rahmenprogramm erscheinen auf dieser Seite ab dem 10. Februar 2020. Der Vorverkauf beginnt am 14. Februar 2020.

Zum Film

KURZ UND SCHMERZLOS zeigt Wunden! Verschiedene Verletzungen pochen hier über die Leinwand. Die einen sichtbar - wie ein Schlag ins Gesicht, die anderen unsichtbar - verursacht durch die Zurichtungen der Gesellschaft. Im Mittelpunkt des Debütfilms von Fatih Akin, der mit diesem Film ein sonst sehr amerikanisches Gangstergenre nach Hamburg verpflanzt, stehen die drei Freunde Gabriel, Bobby und Costa. Alle drei unterscheiden sich zwar durch ihre familiäre Herkunft: Türkisch, Serbisch und Griechisch, aber ihre Wege und Erfahrungen einen und führen sie gemeinsam durch die Straßen Altonas Ende der 90er Jahre.

 

Der Film beginnt mit einem Schritt in die Freiheit. Gabriel wird aus dem Gefängnis entlassen, seine Familie empfängt ihn. Er will nun endlich einen anderen Weg einschlagen, ohne Gewalt und Kriminalität. Aber es ist schwer im alten Kiez ein neues Leben anzufangen, vor allem wenn die alten Freunde am Herzen liegen. Costa hält sich weiterhin mit kleinen Gaunereien über Wasser und Bobby träumt von einer großen Karriere als Mafioso. Dabei nimmt das Drama unweigerlich seinen Lauf, denn Bobby lässt sich mit dem berüchtigten Gangster Muhamer ein und wird über’s Ohr gehauen. Ein aussichtloses Spiel auf Leben und Tod beginnt.

 

Immerwährende große Motive wie Freundschaft, Liebe, Rache und die Verwirklichung der Träume geben sich hier die Klinke in die Hand, doch ohne Klischee zu sein. Der Film will brennen lassen und gleichzeitig die Zuversicht geben, dass es weitergeht und besser werden kann, ähnlich einem Pflaster, das man lieber schnell abzieht. Eben kurz und schmerzlos.

 

Für viele der Mitwirkende war der Film der Beginn ihrer Filmkarriere und der Auftakt zu einer langjährigen Zusammenarbeit mit Fatih Akin.