Alle Mitwirkenden des Films KURZ UND SCHMERZLOS, die am 22. März 2020 durch die Kinos reisen.

Fatih Akin

Fatih Akin ist einer der bekanntesten Filmemacher Deutschlands. 1973 als Sohn türkischer Einwanderer geboren, wächst Fatih Akin in Hamburg-Altona auf. Als Schüler schreibt er erste Kurzgeschichten und Drehbücher und schnuppert in einer Off-Theatergruppe am Thalia Theater erste Schauspielluft. Mit Anfang 20 jobbt er bei der Hamburger Wüste Filmproduktion und studiert bald Visuelle Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK).

Schnell schreibt er selbst Drehbücher, führt Regie und steht auch vor der Kamera. Nach zwei Kurzfilmen („Sensin - Du bist es“ , 1995 und „Getürkt“ , 1996) und noch vor dem Abschluss des Studiums führt er zum ersten Mal bei einem Langfilm Regie. „Kurz und schmerzlos“ wird sein Debüt und legt den Grundstein für viele zukünftige Zusammenarbeiten. Es folgen „Im Juli“ (2000) und „Solino“ (2002). 2004 dreht Fatih Akin „Gegen die Wand“ , der ihm zum internationalen Durchbruch verhilft. Der Film über eine dramatische Liebesgeschichte und Identitätssuche gewinnt u.a. den goldenen Bären auf der Berlinale sowie den deutschen und den europäischen Filmpreis. Neben Dokumentationen über die Musik Istanbuls und eine Mülldeponie im Heimatdorf seiner Großeltern und einiger Kurzfilme erscheint 2007 mit „Auf der anderen Seite“ der zweite Teil seiner Triologie Liebe, Tod und Teufel.  Zwei Jahre später wagte sich Fatih Akin mit „Soul Kitchen“ an eine Komödie, die gleichzeitig eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt Hamburg ist. Für den anstehenden Abschluss seiner Trilogie gründete er seine eigene Produktionsfirma Bombero International. 2014 erscheint „The Cut“ , ein Familiendrama vor dem Hintergrund des Völkermords an den Armeniern und sein bis dahin teuerster Film mit zahlreichen Massenszenen.

2016 verfilmt Akin Wolfgang Herrndorfs Jugendroman „Tschick“ , für den er mit Hark Bohm („Nordsee ist Mordsee“ ) am Drehbuch zusammenarbeitet. 2017, angeregt durch seine Beobachtung der NSU Prozesse, entsteht „Aus dem Nichts“ . Diane Krüger wird in Cannes für ihre Hauptrolle ausgezeichnet, der Film erhält als bester fremdsprachiger Film einen Golden Globe. Für seinen neuesten Film „Der goldene Handschuh“ verfilmt Fatih Akin Heinz Strunks geichnamigen Roman über den Frauenmörder Fritz Honka im Hamburg der 1970er Jahre.

 

Mehmet Kurtulus

Der Schauspieler, geboren 1972 in der türkischen Stadt Uşak und aufgewachsen in Salzgitter, steht nach dem Schauspielstudium bei Anne Marks Rocke in Hamburg in den Hamburger Kammerspielen und im Theater am Kurfürstendamm in Berlin auf der Bühne. Seinen Durchbruch feiert er als Gabriel in „Kurz und schmerzlos“ und erhielt hierfür auf dem Internationalen Filmfestival 1998 den Bronzenen Leoparden in der Kategorie „Bester Darsteller“ und 2001 einen Adolf-Grimme-Preis. Zuvor hatte er sein Kinodebüt in Akins prämierten Kurzfilm „Getürkt“ (1996). Mit „Im Juli“ (2000) und „Gegen die Wand“ (2004) führte der Schauspieler seine Zusammenarbeit mit Akin fort. Regisseurin Doris Dörrie besetzt ihn für ihr Beziehungsstudio „Nackt“. Für die finnisch-deutsch-britische Produktion „Big Game“ von Jalmari Helander steht Kurtuluş 2014 mit Samuel L. Jackson vor der Kamera.
Neben dem Kino tritt Kurtuluş in zahlreichen Fernsehproduktionen auf. So spielte er zwischen 2008 und 2011 den Hauptkommisar Cenk Batu beim NDR-Tatort in Hamburg, wobei er hier für eine Folge 2009 wieder mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde.  Seit 2018 ist Kurtuluş in der türkischen Fantasy-Mystery-Serie „The Protector“ auf Netflix zu sehen, sowie aktuell 2020 in der belgischen Science-Fiction-Serie „Into the Night“.

 

Adam Bousdoukos

Der 1974 geborene Schauspieler ist im Hamburger Stadtteil Altona aufgewachsen. Bereits als Teenager spielt er kleinere Rollen in Werbespots und nimmt später Unterricht an der Hamburger Stage School. 1998 erhält Bousdoukos für seine Darstellung in „Kurz und schmerzlos“ zusammen mit den beiden anderen Hauptdarstellern Mehmet Kurtuluş und Aleksandar Jovanovic den Bronzenen Leoparden beim Internationalen Filmfest von Locarno und 2001 einen Adolf-Grimme-Preis. Begonnen hat Bousdoukos' Filmkarriere mit dem Kurzfilm „Sensin – Du bist es!“(1995) von Akin, welcher die langjährige Zusammenarbeit einläutete: Außer in „Getürkt“ ist Bousdoukos in jedem Film Akıns zu sehen, wobei Bousdoukos in „Soul Kitchen“ (2009) sowohl die Hauptrolle übernimmt, als auch am Drehbuch mitschreibt. Zuletzt ist er Teil des Schauspielercasts von Akins „Der Goldene Handschuh“, nach dem gleichnamigen Roman von Heinz Strunk. Darüber hinaus  übernimmt Bousdoukos noch weitere TV- und Filmrollen, wie in „Kebab Connection“ (2005) von Anno Saul und nach einem Drehbuch von unteranderem Fatih Akin. Auch in diversen Serienepisoden, wie den SOKO-Krimireihen oder „Sibel & Max“ steht Bousdoukos vor der Kamera. Aktuell spielt er in der Komödie „Smuggeling Hendrix“ von Marios Piperides die Hauptrolle. Außerdem betrieb er in Hamburg fast ein Jahrzehnt lang das beliebte Restaurant "Sotiris" im Stadtteil Ottensen, Hamburg.

 

Aleksandar Jovanovic

Mit dem Schwerpunkt Schauspiel und Tanz, absolviert Jovanovic, der 1971 in Rottweil geboren wurde, seine Ausbildung an der Stage School Hamburg. Darauf folgen Weiterqualifizierungen in New York, Toronto und Berlin. Bevor er 1998 in „Kurz und schmerzlos“ von Fatih Akin ein breites Publikum begeistert, steht er 1996 für die österreichische Spielfilmproduktion „Jugo Film“ von Goran Rebić vor der Kamera. Für seine Darstellung des Bobby in „Kurz und schmerzlos“ ist Jovanovic auf dem Internationalen Filmfestival 1998 mit dem Bronzenen Leoparden in der Kategorie „Bester Darsteller“ und 2001 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet worden. Der Schauspieler ist regelmäßig in deutschen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, z.B. in den Krimireihen „Tatort“, „Polizeitruf 110“, „Alarm für Cobra 11“.
Nebebei hat er Musicalerfahrungen gesammelt, unter anderem im Bochumer Rollschuhmusical Starlight Express, in Grease und der Rocky Horror Picture Show. In dem 2016 angelaufenen Actionfilm „Collide“ des britischen Regisseurs Eran Creevy verkörpert Jovanovic eine Nebenrolle und im selben Jahr spielt er eine Rolle im Weihnachtsspecial „Die Rückkehr von Doctor Mysterio“ der britischen Science-Fiction-Fernsehserie „Doctor Who“.  Aktuell ist Jovanovic in dem Kurzfilm „Havarie Petite“ von Stefan Ostermann zu sehen, der seine Uraufführung beim 41. Max Ophüls Preis Saarbrücken feierte.

 

Regula Grauwiller und Idil Üner

Die Schauspielerin Regula Grauwiller wurde 1970 in der Schweiz geboren und absolviert zwischen 1990 und 1993 an der Hochschule der Künste in Berlin ihre Schauspielerinnenausbildung. Bereits während dieser Zeit debütiert Grauwiller in Rainer Kaufmanns Fernsehfilm „Dann eben mit Gewalt“ neben Jürgen Vogel, Jasmin Tabatabai und Thomas Heinze. Ein Jahr später spielt sie die Hauptrolle in Peter Timms Kinofilm „Einfach nur Liebe“. Neben Ken Duken spielt sie 2000 in Miguel Alexanders Melodram „Gran Paradiso“ und 2008 in Ivan Englers „Cargo“. Zuletzt ist sie in Lisa Brühmanns Coming of age-Kinoproduktion „Blue my Mind“ 2016 und in Urs Berlingers „Jesus liebt Dich“ 2019 zu sehen. Außerdem spielt Grauwiller in zahlreichen Fernsehproduktionen, wie zum Beispiel der ARD-Produktion „Um Himmels Willen“ (2018) oder den ZDF-Produktionen „Der Klein“ (2018), „Der Staatsanwalt“ (2018) oder „Das Traumschiff“ (2017) mit.

Die Schauspielerin, Regisseurin und Sängerin Idil Üner wurde 1971 in Berlin geboren. Von 1992 bis 1996 absolviert sie hier ein Schauspielstudium an der Hochschule der Künste. Noch während ihrer Ausbildung steht sie in einem Tatort-Krimi vor der Kamera und kurz darauf gibt sie in Rudolf Thomes Komödie „Das Geheimnis“ ihr Kinodebüt. 1998 überzeugt sie als Ceyda in Fatih Akins „Kurz und schmerzlos“ und 2000 als Melek „Im Juli“. Für ihre eigene Regiearbeit „Die Liebenden vom Hotel von Osman“ holt sie wiederum Fatih Akin als Schauspieler ins Boot. Der Film wird mit dem Deutschen Kurzfilmpreis in Gold ausgezeichnet und ist als Bester Film beim Max Ophüls Festival nominiert und holt den Preis für den besten Kurzfilm auf dem Internationalen Kurzfilmfest Istanbul. Für ihre Rolle in Ümit Ünals Kinofilm „Anlat Istanbul“ wird sie 2006 auf dem Filmfesitval Ankara als Beste Schauspielerin ausgezeichnet. 2014 spielt sie in dem Kinofilm der Regisseurin Buket Alakuş „Einmal Hans mit scharfer Soße“ und 2019 in Sherry Hormanns  Spielfilm „Nur eine Frau“. Neben dem Kino ist Üner auch in zahlreichen Fernsehfilmen zu sehen. So gehört sie seit 2008 zum festen Cast der ARD Krimireihe „Mordkommision Istanbul“. Üner spielt außerdem an zahlreichen Bühnen, u.a. in einer Dramatisierung von Feridun Zaimoglu Koppstoff am Berliner Maxim Gorki Theater. Erste Bühnenerfahrung macht Üner bereits anfang der Neunzigerjahre am Tiyatrom, einem vorwiegend türkischsprachigem Theater in Berlin, das seit 1984 besteht. Neben der Schauspielerei inszeniert Üner unter eigener Regie Bühnenstücke, wie zum Beispiel „Hysteria“ (2003) von Terry Johnson und „Norway.Today“(2005). In der Berliner Spielstätte Ballhaus Naunynstraße inszeniert die Regisseurin zuletzt „Funk is not dead!“ (2011) und „Süpermänner“ (2014).

 

Oscar Ortega Sánchez und Ralph Herforth

Geboren 1962 in Lampertheim, macht Oscar Ortega Sánchez zunächst eine Ausbildung zum Industrie-kaufmann und arbeitet als Buchhalter. Erst mit 24 Jahren besucht er zum ersten Mal eine Theatervorstellung und ist begeistert: er schmeißt seinen Job und beginnt 1987 nach einem Abstecher an die Folkwangschule seine Ausbildung zum Schauspieler am Bühnenstudio der Darstellenden Künste in Hamburg. Schon bald findet er seinen Weg ans Thalia Theater, wo er sieben Jahre lang festes Ensemble-Mitglied ist. In den späteren 1990er Jahren konzentriert sich Oscar Ortega Sanchez auf das Kino und hat dort 1995 seinen Durchbruch mit Lars Beckers Thriller „Bunte Hunde“. Kurz darauf spielt er in Fatih Akins Regiedebüt „Kurz und Schmerzlos“.

Oscar Ortega Sánchez wird 1999 für seine Rolle in Jörg Grünlers „36 Stunden Angst“ für den deutschen Fernsehpreis, 2000 für seinen Dios in „Fußball ist unser Leben“ auch für den deutschen Filmpreis nominiert. Neben seinen Theaterengagements unter anderem an den Hamburger Kammerspielen und zahlreichen Filmprojekten für die große Leinwand – 2014 ist er ebenfalls in „The Cut“ zu sehen – ist er einem breiten Publikum aus seinen Fernsehrollen bekannt: So ermittelt er seit 2008 als Kommissar Mustafa Tombul in der „Mordkommission Istanbul“ (ARD/Degeto).

Ralph Herforth wird 1960 in Herford geboren. Mit 19 Jahren ist er Assistent für Unterrichtsplanung am Salzburger Musical-Seminar, wo er als Schauspieler entdeckt wird. Daraufhin beginnt er eine Ausbildung am Wiener Max-Reinhard-Seminar, die er 1982 abschließt. Es folgen Engagements am Berliner Schillertheater, am Schauspiel Düsseldorf und am Schauspielhaus Wien. Auf der Leinwand ist er zum ersten Mal 1992 unter der Regie des Hamburgers Lars Becker in „Schattenboxer“ zu sehen, danach spielt er überwiegend in Film- und Fernsehproduktionen. 1998 in „Kurz und Schmerzlos“ und in „Knockin´ On Heaven´s Door“. Im Jahr 2000 spielt er seine erste Kinohauptrolle in Dominik Grafs „Der Felsen“ . International dreht er mit Charlize Theron 2005 „Aeon Flux“ . Seit 2006 ist er in der ZDF-Krimiserie „Unter anderen Umständen“ zu sehen sowie in verschiedensten Fernsehproduktionen wie „Tatort“, „Nord Nord Mord“ oder „Notruf Hafenkante“.

 

Casting

Sophie Molitoris

Sophie Molitoris studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Volkswirtschaft, bevor sie zwischen 1988-2014 ihre eigene Casting Agentur für Kino und TV betreibt. Neben „Kurz und schmerzlos“ übernahm sie auch das Casting für Fatih Akins Spielfilm „Solino“ (2002). Ab 2014 gibt Molitoris Schauspielworkshops und künstlerische Einzelberatung für Schauspieler*innen und Kreativschaffende. Außerdem ist sie als Schauspiel- und Castingdozentin tätig, zum Beispiel an der Hamburg Media School, der ifs in Köln, der Hochschule für Musik und Theater in Rostock sowie an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig.

 

Kamera

Frank Barbian

Frank Barbian studiert bis 1992 an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main und lebt seit 1993 als freier Kameramann für Spiel-, Dokumentarfilme und Werbespots in Paris. Als Kameramann in „Kurz und schmerzlos“ ist es Barbians zweites Engagement in einem Filmprojekt von Fatih Akin. Zuvor war er bereits Kameramann in Akins Kurzfilm „Getürkt“.
Außerdem drehte Barbian auch für Winfried Bonengels Kinofilmproduktion „Führer Ex“ (2002). Parallel dazu unterrichtet Frank Barbian an der Filmakademie Baden-Württemberg, sowie an der École des Gobelins in Paris.


Filmmusik

Ulrich Kodjo Wendt

Der Komponist und Akkordeonist, geboren 1962 in Hamburg, ist mit afrikanischer Musik, Jazz und Filmmusik aufgewachsen. Wendt komponierte Musik für einige Spielfilme von Fatih Akin u.a.  „Im Juli“ und „Kurz und schmerzlos“. Darüberhinaus komponiert Wendt auch für Dokumentarfilme wie „Hafenstrasse im Fluss“ von Thomas Tode und Rasmus Gerlach (2001) oder „Ab nach Rio“ von Jens Huckeriede (2009). Mit „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“ sowie „Der Drang“ bewegt der Komponist sich auch an namenhaften Hamburger Theaterspielstätten. Mit der UKW Band (Ulrich Kodjo Wendt Band), als Soloakkordeonist und in verschiedenen Gruppen tritt er auf vielen Festivals und Bühnen auf.

 

Kampfchoreo

Emanuel Bettencourt

Der Kampfsportler und mehrfacher Kung-Fu-Weltmeister, 1961 in Kap Verde geboren,  lebt seit seinem 14. Lebensjahr in Hamburg. Ab 1978 trainiert Bettencourt verschiedene Kampfsportarten, wobei er ab 1995 sein eigenes Sport-Center in Altona leitet. Seit Anfang der 1990er Jahre ist Bettencourt Stuntman und Kampfchoreograf für Film- und TV-Produktionen, wie zum Beispiel „Mau Mau“ (1992) von Uwe Schrader, „Bunte Hunde“ (1994), „Kanak Attack“ (2000), sowie die „Nachtschicht“-Filmreihe von Lars Becker.

Für „Kurz und schmerzlos“ choreographierte Bettencourt mit den Schauspieler*innen die Kampfszenen.


Script/Continuity

Lucy Fricke

Die Autorin ist 1974 in Hamburg geboren und hat am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig studiert. Zuvor arbeitet Fricke als Schnittassistentin und  Script/Continuity an zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen mit.
Ihr erster Roman „Durst ist schlimmer als Heimweh“ erscheint 2007 im Piper Verlag. Für ihren letzten Roman „Töchter“ ist Fricke 2018 mit dem Bayrischen Buchpreis ausgezeichnet worden.


Seit 2010 veranstaltet Fricke HAM.LIT, das erste Hamburger Festival für junge Literatur und Musik.

 

 

Prodzent

Ralph Schwingel

Der Filmproduzent wurde 1955 in Neunkirchen/Saar geboren. Schwingel ist Mitbegründer der Filmproduktionsgesellschafte Wüste Film GmbH, die 1989 in Hamburg gemeinsam mit Stefan Schubert und dem Regisseur Lars Becker gegründet wurde. 1988 und 1992 entstanden unter seiner Regie auch eigene Filme, wie die TV-Produktion „Böse Mine oder Die Gunst des Vergessens (1988) und der Dokumentarfilm „El Condor no pasa“ (1992).
Bei Wüste Film GmbH ist Schwingel vor allem für die Bereiche Projektentwicklung und internationale Coproduktionen zuständig. Er produzierte 1993 mit dem 20-Jährigen Fatih Akin die zwei Kurzfilme „Sensin – Du bist es!“ und „Getürkt“ sowie den 1998 entstandenen Debütfilm „Kurz und schmerzlos“, „Im Juli“ (2000), „Solino“ (2002) und „Gegen die Wand“ (2003).  Von 2006 bis 2011 hatte Schwingel eine Gastprofessur für das Fach „Kreatives Produzieren“ an der HFF „Konrad Wolf“ in Babelsberg und von 2011 bis 2013 eine Vertretungsprofessur im Fach Drehbuch/Dramaturgie.

Produzent (ZDF)

Daniel Blum

Der Produzent wurde 1964 in Stuttgart geboren und ist in Dakar im Senegal und Stuttgart aufgewachsen. Nach dem Studium der Romanistik, Germanistik und Philosophie arbeitet Blum als freier Journalist mit den Schwerpunkten Film- und Literaturkritik sowie Architektur- und Reisereportagen. Seit 1995 ist Blum Redakteur im ZDF, zuerst in der Redaktion „Das Kleine Fernsehspiel“ und seit 1997 fester Redakteur im ZDF-Fernsehspiel. Dort ist er zuständig für deutsche Fernsehfilme, Event-Mehrteiler, Krimireihen und für Kinofilm-produktionen, die in Koproduktion mit dem ZDF entstehen.

 

Produzent

Stefan Schubert

Der Filmproduzent wurde 1955 in Mannheim geboren. Gemeinsam mit Schwingel und dem Regisseur Lars Becker gründete Schubert 1989 die Hamburger Wüste Filmproduktion, seit 1996 sind Schubert und Schwingel alleinige Inhaber der Firma. 1998 gründeten Schubert und Schwingel gemeinsam mit dem Verleger Hejo Emons die Kölner Wüste Film West GmbH. Unter diesem Label entstand unter anderem das preisgekrönte Melodram "Anam". Die 2001 von Schubert, Schwingel und Thomas Thielsch gegründete Firma filmtank hamburg GmbH ist auf Konzeption und Produktion von Dokumentarfilmen und Non-Fiction-Programmen spezialisiert. Mit der timebandits films GmbH gründeten Schubert und Schwingel im Jahr 2003 schließlich einen eigenen Filmverleih. Bis heute hat Stefan Schubert über 40 nationale und internationale Spiel- und Dokumentarfilme in verschiedenen Funktionen betreut.